Schlagwort: Anzeichen

#55 Anzeichen der Hochsensibilität – Gewissenhaftigkeit und Perfektionismus

Viele feinsinnige Menschen sind sehr gewissenhaft oder auch perfektionistisch. Diese Attribute gehören zu den Big-Five-Faktoren der Persönlichkeit und sind einerseits hilfreich, andererseits können sie Probleme verursachen.

Bei den Big-Five-Faktoren der Persönlichkeit handelt es sich um fünf umfangreiche Gebiete, die die Persönlichkeit eines Menschen beschreiben.

Jeder der Big-Five-Faktoren: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion (Extrovertierte Personen schöpfen Kraft aus der Interaktion mit anderen – energiegeladen, gesprächig und durchsetzungsstark; introvertierte Personen schöpfen Kraft aus sich selbst), Verträglichkeit und emotionale Stabilität beinhalten sechs Facetten. Die Aspekte von Gewissenhaftigkeit sind:

Selbstvertrauen, Ordnung, Pflichttreue, Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Vorsicht

Menschen mit einem hohen Maß an Gewissenhaftigkeit sind zuverlässig und bereitwillig. Zu ihren Eigenschaften zählen organisiert, methodisch und sorgfältig zu sein. Das ist sehr beliebt – besonders auch für Job-Einstellungen.

Aus der Gewissenhaftigkeit kann sich jedoch auch ein Perfektionismus ableiten. Auch der besitzt Vorteile, genauso wie er uns behindern kann.

Um auch Perfektionismus als Bereicherung aufzufassen, ist es uns dienlich, dass wir Perfektion nicht als Ziel, als Endpunkt auffassen, sondern als Streben, als Annäherung an einen Punkt, zu dem wir uns hinbewegen wollen. Wenn wir in unserem Streben nach Harmonie und Schönheit, dem der Perfektionismus oft entspringt, auch Einhalt gebieten, wenn es beginnt, uns anzustrengen.

Zudem ist es förderlich, wenn dafür bestimmte äußerliche Bedingungen gegeben sind: Wenn wir einen Platz finden, an dem wir in dem uns gemäßen Tempo und Rhythmus produktiv sein, und arbeiten können.

Erfahre in dieser Podcastfolge, wie du deinen Blick auf diese Merkmale der Feinsinnigkeit positiv betrachten kannst, um das JA für dich zu erleben! Selbst wenn du deine eigenen hohen Ansprüche nicht erfüllst, bedeutet das nicht, dass andere damit unzufrieden sind. Und es bedeutet auch nicht, dass du dir immer noch mehr Mühe gben musst. Du bist richtig und wertvoll – so wie du bist.

 

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#37 Hochsensitiv – Eine wissenschaftliche Sicht und neue Forschungen

Interview mit Professor Michael Plüss

Warum wir viel aus Krisen lernen

Resilienz, oder psychische oder seelische Widerstandsfähigkeit, ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Eigenschaften und Erfahrungen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen – und nicht an Krisen zu zerbrechen. Diese Fähigkeit ist trainier- und erlernbar. Und die gute Nachricht ist: Wir sprechen als feinsinnige Menschen besonders positiv auf Interventionsangebote an, die die Resilienz fördern! Sensitive Menschen gehen auch stark in Resonanz auf das, was andere Menschen von sich geben.

Das, und vieles mehr, hat Prof. Michael Pluess in seinen Studien über hochsensitive Menschen erforscht.

In diesem Interview erfährst du einen aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Thema Hochsensibilität, ob Sensibilität eher auf ein erlerntes Verhalten zurückzuführen ist, weil wir uns unserem Umfeld angepasst haben, um immer genau einzuschätzen ob Gefahr droht oder ob es sich dabei eher um ein angebores Phänomen handelt. Sensitivität ist ein komplexes, vielschichtiges Phänomen, was der Wissenschaft lange Zeit Probleme bereitet hat, es zu messen. Doch es gibt einige erfreuliche Perspektiven und Ansätze – und damit Hilfen und Unterstützung für uns.

Michael Pluess, PhD, ist Diplom-Psychologe und Professor für Entwicklungspsychologie an der Abteilung für biologische und experimentelle Psychologie der Fakultät für biologische und chemische Wissenschaften der Queen Mary University in London. Die Forschung von Prof. Pluess konzentriert sich auf die Untersuchung individueller Unterschiede in der Fähigkeit zur Umweltsensitivität, der Ansicht, dass manche Menschen stärker von negativen als auch positiven Erfahrungen betroffen sind als andere.

Kontakt: http://www.michaelpluess.com/                          m.pluess@qmul.ac.uk

 

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#33 Anzeichen der Hochsensibilität – Intensiv fühlen und starke Reaktionen auf Genussmittel

… und wie du gut damit umgehen kannst

Gefühle können es in sich haben – Erlebnisse aller Art berühren, bewegen und beeinflussen uns. Jeder Mensch empfindet Emotionen – wie stark diese jedoch wahrgenommen und erlebt werden hängt auch von der persönlichen Ausprägung der Sensibilität ab. … und wir können lernen damit umzugehen.

Wie wir auf die Gefühle reagieren oder sie durch das unser Handeln widergespiegelt werden, ist individuell und hängt von der persönlichen Entwicklung ab. Feinsinnige und hochsensible Menschen empfinden viel, tief und reagieren intensiv auf diese Wahrnehmungen. Dabei entwickeln die Gefühle meist eine eigene Dynamik –  der Nachhall kann sich über einen langen Zeitraum ausdehnen. Einerseits kann das belastend sein, andererseits dient die umfangreiche Gefühlswelt als Inspirationsquelle und Bereicherung.

Auch starke Reaktionen auf Genussmittel oder Medikamente und Überreaktionen auf Therapien sind Anzeichen der Hochsensibilität und können belastend sein – Zum Beispiel Alkohol. Er wirkt im Gehirn auf den Botenstoffwechsel und hemmt die Signalverarbeitung. Kleine Mengen wirken auf den Körper meist entspannend und aufmunternd, doch je mehr wir trinken, desto mehr schränkt der Alkohol die Wahrnehmung ein und beeinflusst auch unser Verhalten.

Wichtig ist, sich mit all diesen Reaktionen ernst zu nehmen und gut auf den eigenen Körper und die Intuition zu hören. In dieser Podcastfolge erhältst du viele hilfreiche Inspirationen dazu!

 

Noch mehr zum Thema Anzeichen der Hochsensibilität erfährst du in diesen Podcastfolgen:
#18 Anzeichen der Hochsensibilität – Schmerzempfindlichkeit, Neugier, Feinheiten wahrnehmen
#15 Anzeichen der Hochsensibilität und wie du gut mit ihnen umgehen kannst 

 

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#23 Hochsensible Kinder

Woran du hochsensible Kinder erkennen kannst

Es gibt Kinder deren Verhalten uns auffällt, uns vielleicht Sorgen bereitet oder auch missfällt oder vergnügt. Sie verhalten sich vielleicht nicht entsprechend der Norm und wir fragen uns ob sie hochsensibel sind. Aber Kinder lassen sich, genauso wie Erwachsene, nicht so einfach in eine Schublade stecken in der wir hilfreiche Raster und „Gebrauchsanleitungen“ finden. Wir benötigen eine verständnisvolle Sicht auf sie und die Bereitschaft sie in ihren Eigenarten anzunehmen. Und wir können uns immer fragen: Wieso fällt mir dieses Kind auf? Warum stört mich ein bestimmtes Verhalten? Was hat das mit mir zu tun? Oft leben diese Kinder Anteile von uns selbst aus, mit denen wir hadern.

Zudem ist es häufig so, dass diese Auffälligkeiten, noch bevor wir an Hochsensibilität oder eine Reizüberflutung des Kindes denken, die sich durch klare Strukturen und eine Entstressung auf vielen Ebenen zur allgemeinen Entspannung beitragen können, ein negativer Mangelblick auf das Kind die Überhand gewinnt. Und das tut den Kindern Unrecht. Denn sie sind einzigartig udn wundervoll und zeigen auf der anderen Seite ungewöhnliche Stärken – unter Umständen jedoch verbunden mit besonderen Reaktionen. So ertragen hochsensible Kinder z.B. keine Ungerechtigkeiten. Aufgrund ihrer umfassenden Wahrnehmungsfähigkeit sind ihnen die Konsequenzen einer solchen Behandlung bewusst und sie empfinden sie häufig besonders negativ – was wiederum dazu führt, dass sich das Kind selbst abwertet. Negative Folgen entstehen auch dadurch, wenn das hochsensible Kind sich komplett unverstanden fühlt. Das kann leicht passieren, denn unser gesellschaftliches System ist so angelegt, dass Leistungsorientierung und Konkurrenzdenken oft als Norm vermittelt werden. Und genau das widerspricht dem Empfinden Hochsensibler, denn ihre Werte orientieren sich meist an Werten wie Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit.

In dieser Folge teile ich ein paar grundsätzliche Gedanken mit dir zu diesen Kindern und Merkmale, die uns bei einer Orientierung und eine hilfreiche Sicht auf diese Kinder helfen können.


Deine Bewertung auf Itunes für den Podcast hilft uns allen – das Wissen und das Verständnis für Hochsensibilität zu verbreiten!
Die Anleitung dazu findest du hier.

 

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#15 Anzeichen der Hochsensibilität und wie du gut mit ihnen umgehen kannst

Rückzug, Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, Beeinflussung durch die Gefühle Anderer

Es gibt viele Anzeichen und Hinweise darauf ob ein Mensch diese feinsinnigen, hochsensiblen Anlagen auslebt und sich ihnen geöffnet hat. Wenn das der Fall ist, haben viele Menschen Probleme mit den Auswirkungen und leiden zum Teil sogar auch darunter. Das muss nicht sein. Hochsensibel

oder feinsinnig zu sein ist kein Problem und keine Entschuldigung damit wir geschont werden müssen. Es gibt Menschen, die empfindsamer sind als andere. Sie haben von Geburt an ein empfindsames Nervensystem und deswegen eine hohe soziale, emotionale und physische Sensitivität. Mit der Magnetresonanztomografie wurden wissenschaftlich Unterschiede in der Art der Reizverarbeitung im Gehirn nachgewiesen. Der Straßenlärm, die Düfte der Umgebung, der Geschmack des Essens drängen intensiver in sie ein. Die Schönheit der Natur, Filme und Musik würden überwältigen sie mitunter. Die Stimmungen anderer Menschen bleibt ihnenhnen nicht verborgen. Es ist quasi von allem etwas mehr und mit dieser Informationsflut. Hochsensibilität ist eine Normvariante in der Persönlichkeit, keine Krankheit. Und sie muss auch überhaupt kein Problem sein, wenn wir uns ernst nehmen, zu unseren Besonderheiten stehen und unser Leben danach ausrichten. Wir sind für uns selbst verantwortlich. Und jeder Mensch kann sich das Leben passender für dich machen. Jeder Mensch ist individuell und wenn du diese Anzeichen bei dir vorfindest, dann braucht es einfach einen guten, dienlichen Umgang damit. In dieser Folge erfährst du etwas  über klassische Anzeichen wie Rückzug, Lärm- und Lichhtempfindlichkeit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, Beeinflussung durch die Gefühle Anderer und einige Gedanken und Tipps für einen guten Umgang damit.

 

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# 5 HSP-Test – wie du dich selbst erkennst

Bist du hochsensibel? Empfindsam? Unsicher ob ja oder nein?

Kennst du das? Fühlst du dich immer wieder überreizt oder überfordert? Bist du manchmal verunsichert über all das was du wahrnehmen kannst? Verwirrt es dich oder macht es dir Angst? Fühlst du dich oft anders und unverstanden? Möchtest du wissen was mit dir los ist?

Viele Menschen lieben Tests, die Aussagen über die eigene Persönlichkeit machen, weil es ein menschliches Bedürfnis ist, sich selb

st zu erkennen. Wir wollen wissen wie wir mit dem Leben in Verbindung stehen – was unsere Wahrheit ist, damit wir glücklich sein können, wenn wir sie leben. Wir machen Tests um uns selbst besser kennenzulernen, zu verstehen und anzunehmen. Es beruhigt uns nachzulesen wie wir sind, wie wir ticken, in der Hoffnung uns damit besser annehmen und lieben zu können.  

Besonders Menschen mit offenen, sensiblen, empfindsamen Anlagen neigen dazu alles und oft sich selbst zu hinterfragen. Vielleicht auch, weil sie immer wieder mit ihren Besonderheiten angeeckt sind und sich nicht verstanden, nicht richtig und unsicher fühlen. Dabei möchten oft gerade die feins

innigen Menschen den Sinn des Lebens für sich herausfinden und haben auch oft das Gefühl, auf der Suche zu sein – ohne mitunter genau zu wissen wonach sie suchen. … vielleicht auf der Suche nach sich selbst … Zudem sind sie oft gute Beobachter/innen und nehmen wahr, wie andere leben, fühlen und handeln und können hinter deren Fassaden und Verhaltensstrategien blicken. Für sie ist das Innenleben von großer Bedeutung.

In dieser Folge erfährst du Aussagen und Fragen zum Thema Hochsensibilität mit denen du dich testen kannst und was es noch für Möglichkeiten gibt dich selbst besser kennenzulernen.Wie erkennst du dich selbst? Du erfährst etwas über einige Merkmale der Hochsensibilität und Feinsinnigkeit und kannst für dich erforschen, ob sie auch etwas über dich aussagen.

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