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#115 Neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Hochsensibilität

Interview mit Professor Michael Plüss

In diesem interessanten Interview mit Professor Michael Plüss aus London erfährst du, was die Forschung aktuell zum Thema Hochsensibilität beschäftigt.

High Sensory-Processing-Sensitivity (HSPS)”lässt sich im Deutschen mit “Sensitivität für sensorische Verarbeitungsprozesse” übersetzen und deutet an, dass Hochsensibilität mit einer bestimmten Form von Reizverarbeitung im Gehirn einher geht, die auch zunehmend Gegenstand neuropsychologischer Forschungen ist.

Wir wissen dass es sich bei Hochsenisbilität nicht um eine psychische Störung oder Krankheit handelt, was aber nicht ausschließt, dass beides zusammen auftreten kann. Von diesen und anderen Themen, wie den verschiedenen Untersuchungen und Erkenntnissen sowie den Forschungsergebnissen über Ergebnisse von Studien über ererbte und erlernte Hochsensibilität, berichtet Michael in dieser Podcastfolge.

Die Erkenntnisse seines Teams können für uns gut und hilfreich zu unserer eigenen Orientierung und dem Verständnis für uns selbst sein.

Auf der folgenden, sehr informativen Webseite von Michael und seinem Team findest du weitere interessante Artikel, Forschungsergebnisse, Test und Möglichkeiten zur Teilnahme: Sensitivitätsforschung

Über Michael:

Michael Pluess, PhD, ist Professor für Entwicklungspsychologie am Institut für biologische und experimentelle Psychologie der Queen Mary University of London. Zunächst in Chemie und Musik ausgebildet, arbeitete er mehrere Jahre im Labor und auf der Bühne, bevor er sein Interesse an Psychologie verfolgte. Seine Forschung konzentriert sich auf drei Bereiche:

1) individuelle Unterschiede in der Umweltsensitivität, die Vorstellung, dass einige aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen stärker von derselben Erfahrung betroffen sind als andere Menschen,

2) positive Entwicklung, wie die Entwicklung und Bewertung von Interventionen zur Förderung der Entwicklung des psychischen Wohlbefindens bei Kindern und Erwachsenen und

3) Psychische Gesundheit und Belastbarkeit bei humanitären Krisen, einschließlich Längsschnittstudien und randomisierter kontrollierter Studien zu Interventionen im Bereich der psychischen Gesundheit in humanitären Einrichtungen.

Seine Forschungsergebnisse wurden in führenden Fachzeitschriften veröffentlicht.

In der Podcastfolge 37 findest du das erste Interview mit Michael zum Thema: Hochsensibilität – eine wissenschaftliche Sicht

 

 

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#37 Hochsensitiv – Eine wissenschaftliche Sicht und neue Forschungen

Interview mit Professor Michael Plüss

Warum wir viel aus Krisen lernen

Resilienz, oder psychische oder seelische Widerstandsfähigkeit, ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Eigenschaften und Erfahrungen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen – und nicht an Krisen zu zerbrechen. Diese Fähigkeit ist trainier- und erlernbar. Und die gute Nachricht ist: Wir sprechen als feinsinnige Menschen besonders positiv auf Interventionsangebote an, die die Resilienz fördern! Sensitive Menschen gehen auch stark in Resonanz auf das, was andere Menschen von sich geben.

Das, und vieles mehr, hat Prof. Michael Pluess in seinen Studien über hochsensitive Menschen erforscht.

In diesem Interview erfährst du einen aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Thema Hochsensibilität, ob Sensibilität eher auf ein erlerntes Verhalten zurückzuführen ist, weil wir uns unserem Umfeld angepasst haben, um immer genau einzuschätzen ob Gefahr droht oder ob es sich dabei eher um ein angebores Phänomen handelt. Sensitivität ist ein komplexes, vielschichtiges Phänomen, was der Wissenschaft lange Zeit Probleme bereitet hat, es zu messen. Doch es gibt einige erfreuliche Perspektiven und Ansätze – und damit Hilfen und Unterstützung für uns.

Michael Pluess, PhD, ist Diplom-Psychologe und Professor für Entwicklungspsychologie an der Abteilung für biologische und experimentelle Psychologie der Fakultät für biologische und chemische Wissenschaften der Queen Mary University in London. Die Forschung von Prof. Pluess konzentriert sich auf die Untersuchung individueller Unterschiede in der Fähigkeit zur Umweltsensitivität, der Ansicht, dass manche Menschen stärker von negativen als auch positiven Erfahrungen betroffen sind als andere.

Kontakt: http://www.michaelpluess.com/                          m.pluess@qmul.ac.uk

 

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